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KBBE - Hygienemanagement

„Die vornehmste und ehrenvollste Aufgabe, die uns das Leben auferlegt, ist das Heranziehen der nächsten Generation.“
(unbekannt)

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Die Zukunft der Kinder liegt in unserer Hand – das Bewusstsein hierfür ist in uns verankert. Kinder sind das wertvollste Gut, das eine Gesellschaft  besitzt – dementsprechend muss mit großer Sorgfalt auf sie Acht gegeben werden.

Im Steiermärkischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz vom 14. Dezember 1999, Novelle 2007, ist unter §34 Allgemeine Voraussetzungen zur Hygiene Folgendes dazu festgehalten:

»Kinderbetreuungseinrichtungen haben bezüglich ihrer Lage, ihres Raumprogramms und ihrer Ausstattung den Aufgaben der Kinderbetreuungseinrichtungen, den Grundsätzen der Pädagogik und der Hygiene sowie den Erfordernissen des Wohles und der Sicherheit der Kinder (Schüler) zu entsprechen.«

Hier teilt sich die Verantwortung für den Erhalter, dem die Sicherstellung der strukturellen Rahmenbedingungen obliegt, und für den/die Leiter/in einer Einrichtung, der/die sich für die Umsetzung der erforderlichen Prozessgestaltung verantwortlich zeichnet.

Der steirischen Statistik zum Kindergartenwesen 2008/09 zufolge wurde der erste Kindergarten in Graz im Jahr 1869 gegründet. Durch einen Ministerialerlass aus dem Jahre 1872 regelte Österreich die vorschulische Erziehung als einer der ersten Staaten der Welt normativ.

Betrachtet man die Periode 2008/09, so wurden lt. Statistik 27.510 Kinder in insgesamt 690 Kindergärten betreut, die Kindergartenbesuchsquote der Drei- bis unter Sechsjährigen von fast 81% hat sich gegenüber den Jahren 1967/68 (17%) knapp verfünffacht. Besonders für Familien, in denen beide Elternteile zur Gänze berufstätig sind und somit ihre Kinder in die Obhut einer Kinderbetreuungsstätte übergeben, sollte die Sicherheit ihrer Kinder, bezogen sowohl auf Unfälle als auch auf Krankheiten, ein wesentlicher Aspekt zur Auswahl der Einrichtung sein. Der Anteil der Kindergartenkinder mit berufstätigen Müttern stieg in steirischen Kindergärten auf ca. 57%. Wurde die Möglichkeit einer Mittagsmahlzeit in den Jahren 1998/99 nur von jedem 7. Kind angenommen, liegt dieser Wert 2008/09, allein in den Kindergärten der Stadt Graz, bei einem Wert von zwei Drittel im Bereich der Ganztagsbetreuung – mit steigender Tendenz.
(Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 1c – Landesstatistik: Kindergartenwesen bis 2008/2009. 53. Jahrgang, Steirische Statistiken, Heft 8/2009).


Entwicklung des Handbuches für Hygienemanagement in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen

Um den Inhalten die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken, wurde im Rahmen eines Projektes mit der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BBAKIP) Graz im Schuljahr 2008/2009 unter der Projektleitung von Mag. Karl Neubauer und FOL Ingrid Trogbacher-Zöhrer ein ansprechendes und kreatives Layout konzipiert.
Ziel war es, das Layout des Handbuches kreativ und ansprechend zu gestalten. Ebenso hat sich das gesamte Team, über den Lehrplan hinausgehend, inhaltlich in die Thematik vertieft, um gemeinsam mit der Projektgruppe (Michaela Tanja Haindl, Michaela Genseberger, Bianca Schwarzl, Julia Archan, Christina Baierl, Ines Reiterer, Larissa Damjanovic) das Thema punktgenau zu treffen. Die Fertigstellung der Layoutierung erfolgte im Juni 2009.
Projektziel war es, ein ansprechendes und einladendes sowie auf die Zielgruppe (PädagogInnen, Betreuungspersonal, Eltern) abgestimmtes Layout des Mappensystems zu gestalten.

Die fachliche Ausrichtung und unsere langjährige Erfahrung in den Bereichen „Hygiene, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement im Gesundheits- und Sozialwesen“ sind für das Gelingen dieses Projektes maßgebliche Grundlagen gewesen.
So freuen wir uns, Ihnen dieses Handbuch, das unter Zuspruch öffentlicher Stellen entwickelt wurde, zukünftig als unterstützendes Werkzeug zur Sicherung der „Guten Hygiene Praxis“ (GHP) und zur Vermeidung der Verbreitung von Infektionskrankheiten in Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen zur Verfügung stellen zu können. Denn die Sicherheit von Kindern und MitarbeiterInnen steht im Unternehmen stets an oberster Stelle!

Durch die sozialpolitischen Veränderungen unserer Gesellschaft ist es wichtig, die Balance zwischen „Überhygienisierung“, die oftmals zu lebenslangen gesundheitlichen Problemen, wie z.B. Allergien, führen kann, und notwendigen hygienischen Standards, zu finden. Weiters spielt in diesem Zusammenhang das Lernen am Modell eine große Rolle, da die Vorbildwirkung jedes Einzelnen maßgeblich zur Entwicklung jedes einzelnen Kindes beitragen kann.
Wissenschaftliche Studien zufolge wird in der Zeit der ersten Lebensjahre der Grundstein für lebenslanges Lernen gelegt: die Lebensphase, die Kinder zumeist in einer Kinderbetreuungseinrichtung wohlbehütet verbringen, tragen wesentlich zu ihrer Entwicklung  bei.

„Es genügt nicht zum Fluss zu kommen mit dem Wunsch Fische zu fangen, man muss auch ein Netz mitbringen.“
(Konfuzius)

Die Aneignung von speziellem Wissen kann dabei von Bedeutung sein, Kinder nicht in einen hygienischen „Wattebausch“ zu stecken, sondern mit ihnen gemeinsam einen adäquaten Mittelweg zu finden, welcher zwischen Notwenigkeit und Verzichtbaren unterscheidet und in den die Kinder selbst integriert werden können.

„Es ist durch entsprechende Studien in Kinderbetreuungseinrichtungen wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch die Schulung von Lehrern, Erziehern oder anderen Autoritätspersonen, aber auch von Kindern, die Häufigkeit der Infektionskrankheiten signifikant gesenkt werden kann.“

(Geleitwort der WHO zum Projekt „Hygiene-Tipps für Kids).

Das Institut HGe-Competence beschäftigt sich nun schon seit geraumer Zeit mit diesem Thema und hat sich im Jahre 2008 dazu entschlossen, einen praxisbezogenen Empfehlungskatalog zur angewandten Hygiene in Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen (KBBE), in Form eines Handbuches, zu entwickeln.
Österreichweit ist das Bundesland Steiermark das erste, das ein systemisches Hygienemanagement in Kinderbetreuungseinrichtungen landesweit implementiert und einem verifizierbaren Empfehlungskatalog entsprechend umsetzt. Obwohl in einigen wenigen Ländern bereits darüber gesprochen wird, hat kein Bundesland bisher den Anfang gemacht.

Der seit November 2010 erhältliche Empfehlungskatalog und die darin enthaltenen Inhalte und Informationen sollen auf keinem Fall die Überfürsorge gegenüber den Kindern zur Folge haben – im Gegenteil: Dieses Handbuch soll die Balance zwischen Notwendigem und Verzichtbaren darstellen. Ebenfalls soll es Orientierung bieten, Ihren Auftrag auch in diesem Bereich zu erfüllen und ein wirkungsvolles Werkzeug in den Händen der AnwenderInnen sein. Vereinzelte Inhalte können auch interessierten Eltern, im Rahmen des gemeinsamen Bildungsauftrages, zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus könnte der Leitfaden auch als Lerngrundlage in Ausbildungsstätten zukünftiger PädagogInnen und BetreuerInnen dienen.

 

© 2015 HGe-Competence, Genseberger & Partner KG

Aktualisierung: 01.2015